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KuhstallConnection: Liebevoll gespielt und prächtig musiziert [zurück zur Übersicht]vom 31.01.2018, 02:51 Uhr

VorschauEin Jahr Vorbereitung, viel Planung, Überlegung und harte Arbeit stecken in dem Musical "Kuhstall-Connection", das die Schülerinnen des Projekt-Seminars Musik nun auf die Bühne brachten.

Ungefähr ein Jahr hatten die Schülerinnen des Projekt-Seminars Musik der Oberstufe des Dr.-Johanna-Decker-Gymnasiums an ihrem Musical mit dem Titel "KuhstallConnection" gearbeitet. Geleitet wird das Seminar von Studiendirektor Franz Hanauska. Libretto und Songs wurden von den Kursteilnehmerinnen geschrieben und auch um die Einstudierung der künstlerischen Darbietung kümmerten sich die Schülerinnen. Das Bühnenbild entstand in Zusammenarbeit mit der Klasse G7b und ihrer Kunstlehrerin Veronika Thomann.

Das Musical zeigt die Geschichte zweier junger Leute, die in sehr unterschiedlichen Elternhäusern herangewachsen sind. Da ist einmal Klara, die Tocher eines wohlhabenden Unternehmers (Leonie Weigl als frisch-gestylte, selbstbewusste, aber einfühlsame Frau); auf einer Fahrt über Land hat sie eine Autopanne und lässt sich vom hilfsbereiten Sigi, einem einfachen Bauernsohn (Larissa Böller als melancholischer, aber herzensguter junger Mann), abschleppen. Die beiden kommen ins Gespräch, und Klara ist beeindruckt von der Fachkenntnis von Sigi, der in hymnischem Ton die Qualitäten seines Traktors preist (mit einem ironischen Augenzwinkern in Bezug auf die Werbelyrik im richtigen Leben). Auch dem jungen Mann geht die neue Bekanntschaft nicht mehr aus dem Sinn: „Des Madl macht mi no ganz damisch!“

Doch die Familien harmonieren nicht, und beide Seiten versuchen, die jungen Leute von der Aussichtslosigkeit solch einer Beziehung zu überzeugen. Der Unternehmer (passend prinzipientreu und hochnäsig: Hannah Ludwig) und seine auf Äußerlichkeiten bedachte Frau (sehr gelungen etepetete: Lena Haslbeck) sind sich einig, dass es unter ihrer Würde wäre, wenn das Fräulein Tochter so einen Bauern heiratete. Die Eltern von Sigi wiederum (Johanna Dietrich und Lena Laßen in gefälliger Robustheit) wollen keinen Kontakt mit einer „großkopferten“ Familie und raten ihrem Sohn heftig ab, Klara nochmals zu treffen. In die gleiche Richtung geht der Rat, den die anderen Bauern im Wirtshaus ihrem Kumpel mitgeben – unter anderem wird befürchtet, dass das Mädchen aus feinem Hause wohl kein Bier trinke und auch sonst gänzlich unpassend sei (entsprechend dimpfelmoserig in diesen Rollen drei Lehrkräfte: Markus Hammer, Georg Luft und Peter Ringeisen). Besonders grob ist Sigis Freund Sepp, der sogar beinahe handgreiflich wird ob der amourösen Ideen des anderen (prima überzeugend gepoltert von Magdalena Neidl).

Als sich die zärtlichen Bande zwischen Sigi und Klara jedoch eher zu verfestigen scheinen, greift die Unternehmersfamilie zu einem bewährten Trick: Sie suchen selbst einen passenden Schwiegersohn aus. Leopold (Marie Bittner) und seine Eltern (Sophia Schwab und Sarah Dimpfl) scheinen vom Champagner-Niveau her eine gute Wahl zu sein. Doch niemand hat mit der Entschlossenheit Klaras gerechnet – sie weigert sich, diese arrangierte Ehe einzugehen … zunächst jedenfalls. Bis ihr klar wird, dass ihre Liebe zu Sigi auch dem Geliebten Schwierigkeiten bereitet, dass er wegen ihr seine Freunde im Dorf verliert. So stehen Klara und Leopold bald festlich gekleidet vor dem Traualtar, und der Priester (in echt pastoralem Tonfall: Johanna Hofmann) fordert Klara auf, ihr Eheversprechen abzugeben – doch in letzter Sekunde betritt Sigi die Szene, und das Happy End kann kommen.

Die musikalische Seite des Musicals gelang den angehenden Abiturientinnen ebenso wie die schauspielerische. Bestens unterstützt vom Orchester (Bläserensemble und Schulband) und teilweise vom Chor der Klasse G7a (geleitet von Studiendirektor Hanauska), absolvierten die jungen Darstellerinnen intonationssicher ihre Partien, nicht nur bei solistischen Passagen, sondern auch in Duetten, Terzetten oder Quartetten, wobei sich das Werk als stilistisch abwechslungsreich erwies: neben Liedern und Balladen im traditionellen Stil (einiges davon mit Ohrwurmqualitäten) gab es auch einen Rap zu hören (Sigi erzählt von seinem Alltag auf dem Hof), und eine besondere Einlage lieferte Theresa Flierl, die – in rotes Licht getaucht – auf der Bühne singend den Bedenken Ausdruck gab, die Klara in der Szene vor dem Traualtar durch den Kopf gehen, wobei sie sich selbst auf der E-Gitarre begleitete.

Fazit: eine sehr geglückte Gesamtleistung, für die sich das Publikum im vollbesetzten Gerhardinger-Saal mit begeistertem Applaus bedankte. Die Spenden am Ende gehen zur Hälfte an die Abiturkasse der Q12 und zur Hälfte an die Stiftung zur Erforschung des RETT-Syndroms (Rett Syndrome Research Trust).

(djd-Bericht vom 30.01.2018/rip; Bilder: djd)


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