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Nachhaltiger leben: Eindringlicher Appell des OTH-Referenten [zurück zur Übersicht]

VorschauM.Sc. Alexander Herzner, Referent für Nachhaltigkeitsmanagement an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg-Weiden (OTH) war der Einladung der Decker-Schulen gefolgt und referierte in einem Vortrag mit anschließender Diskussionsrunde zum Thema „Nachhaltigkeit“. Die Schülerinnen der 10. Klassen der Realschule und des Gymnasiums und die Q11 waren aufmerksame Zuhörerinnen im Gerhardinger-Saal.

Zu Beginn des Vortrags thematisierte Herzner, wie stark unser moderner, westlicher Lebensstil die Erde belastet. Unser Ressourcenverbrauch sei momentan nicht auf die Vorräte nur einer Welt ausgerichtet, sondern auf die Vorräte von vier Welten. Allerdings sei der Planet Erde einmalig, und somit müssten wir alle durch eine bewusstere und nachhaltigere Lebensweise dafür Sorge tragen, dass auch zukünftige Generationen noch auf dieser einen Erde leben können.

Mit einem Diagramm veranschaulichte der Referent des „Instituts für Nachhaltigkeit in Technik und Wirtschaft“, dass wir in Bereichen wie Artensterben, Klimakrise und Stickstoffkreislauf die Grenzen bereits seit 2009 weit überschritten haben. Die seither gewonnen Daten befinden sich noch in der Auswertung und weisen darauf hin, dass auch in anderen Bereichen wie Phosphorkreislauf und Versauerung der Ozeane die Grenzen bald erreicht sind.

In einem sehr anschaulichen Rechenbeispiel verdeutlichte Herzner, dass während des 90-minütigen Vortrags 50 LKW-Ladungen (Müllautos) Plastik über Flüsse und andere Wege in die Ozeane gelangen.

Anschließend ging Herzner auf verschiedene Klimaabkommen und aktuelle Trends ein. Er zeigte das Ungleichgewicht der Nahrungsmittelversorgung weltweit auf und prangerte die Wegwerfgesellschaft an. Auch Themen des „fairen Handels“ wurden angesprochen, und Herzner machte klar, dass die Probleme nicht auf Entwicklungsländer begrenzt sind, sondern direkt vor unserer Haustür liegen, in Deutschland, wo Arbeit nicht immer mit einem fairen Lohn verbunden ist.

Beim Stichwort „CO2-Fußabdruck“ prangerte Herzner nicht nur die Missstände an. Der Mitarbeiter der OTH Amberg/Weiden gab auch wertvolle Tipps und zeigte hoffnungsvolle Ideen zu mehr Nachhaltigkeit und Recycling bzw. Upcycling auf.

Nach der umfassenden Einführung in die Thematik stellte Herzner sich der Diskussion mit den Schülerinnen. Wobei die Mädchen, zur Überraschung Herzners, auch existenzielle Fragen stellten. So wurde darüber diskutiert, ob eine Erde ohne den Menschen eine bessere Zukunft hätte, und wie eine Zukunft nach dem Menschen wohl aussehen würde. Insgesamt kam man aber zu dem Schluss, dass unsere Generation die Möglichkeit hat, diese Szenarien zu vermeiden und das Ruder für die Zukunft, durch eine bewusstere und nachhaltigere Lebensweise, auch im Kleinen, herumzureißen.


(djd-Bericht vom 10.03.2019/gad; Bild: djd)


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