Abendvortrag im Gerhardinger-Saal am Mittwoch, 21. November 2018, um 19.00 Uhr zum Thema „Zu Fuß nach Jerusalem". P. Dr. Johannes Maria Schwarz berichtet von seinem Pilgerweg. Eingeladen sind alle Eltern, Lehrkräfte und Schülerinnen sowie die interessierte Öffentlichkeit.


Aktuelles

Feierlicher Realschulabschluss: Ein starker Jahrgang [zurück zur Übersicht]

VorschauDie Dr.-Johanna-Decker-Realschule verabschiedete 90 Absolventinnen mit dem Realschulabschluss. Oberstudiendirektor Günter Jehl und Realschulkonrektor Richard Reber waren stolz, einem leistungsstarken Jahrgang zum mittleren Schulabschluss gratulieren zu können.

Besonders lobend erwähnt und beglückwünscht wurden die sieben jungen Frauen, die die Note „sehr gut“ erreicht hatten. Auf dem Bild hinten von links: Evi Stepper, Laura Fella, Jessica Gerber, Linda Schwendner, Nina Hefner und Katrin Purschke, sowie vorn: Lisa Singer.

Mit der Schulmedaille für besonderen Einsatz zum Wohl der Gemeinschaft wurden von der Mitarbeiterin in der Schulleitung Gabriele Tröster vier Schülerinnen ausgezeichnet: Jessica Gerber, Cennet Oruc, Emma Rott und Evi Stepper.

Bürgermeister Martin Preuß sprach den Absolventinnen ebenfalls seine Glückwünsche aus und ermutigte sie, ihre ausgezeichnete Ausbildung, die sie an der Decker-Realschule erhalten hätten, für ihren Weg in die Zukunft zu nutzen. Besonders freue es ihn, wenn alle am Ende ihrer Ausbildung oder ihres Studiums wieder zurück in die Heimat kämen, denn die Region brauche engagierte und qualifizierte Nachwuchskräfte in allen Bereichen.

Für die Absolventinnen sprachen Julia Jäger, Jessica Gerber und Cennet Oruc. In humorvollen, aber auch nachdenklichen Worten blickten sie auf die hinter ihnen liegende Zeit zurück und stellten dankbar fest, wie sehr ihnen die Decker-Realschule zur Heimat geworden sei. Das Engagement ihrer Lehrkräfte hoben sie dabei ausdrücklich hervor.

Schulleiter Günter Jehl begann seine Abschiedsworte mit dem Bezug auf eine der Sheepworld-Karten, die von der Decker-Absolventin Steff Rölz stammen. Darauf ist eines der Schafe abgebildet, das sich ein Krönchen zurechtrückt, und daneben steht die Sprechblase: „Hinfallen – Aufstehen – Krone richten – Weitergehen“. Die zunächst erheiternde Zeile lasse sich auch als tiefsinnige Lebensanleitung lesen. Denn hinfallen könne jeder, und jedem passiere das auch, denn Fehler gehörten zum Leben eines Menschen. Doch solange man danach tatsächlich aufstehen könne, auch wenn es „mühsam und beschwerlich“ sei, so habe man ein wesentliches Element zur Lebensbewältigung geschafft. Anschließend, beim „Krone richten“, könne man „sich wieder neu konzentrieren auf die Zukunft, auf den nächsten Schritt“, das Weitergehen.
Für das schwierige Aufstehen legte er den Absolventinnen zwei Vorbilder ans Herz, die mit der Schule ganz eng verbunden sind: Erstens Theresia Gerhardinger, die Schulgründerin, die bereits als zwölfjähriges Mädchen zur Hilfslehrerin ernannt wurde, weil sie es jungen Mädchen ermöglichen wollte, „grundlegendste Bildung in einer ungerechten Zeit“ zu erhalten; sie gründete später einen Orden, der heute über alle Kontinente verteilt ist und immer noch erfolgreich mit einigen Tausend Ordensschwestern im Bildungswesen wirkt. Und zweitens Dr. Johanna Decker, die Namenspatronin der Decker-Schulen, die vor genau 90 Jahren in die Schule eintrat, mit dieser Schulausbildung Ärztin wurde und „mit 32 Jahren zu den Ärmsten der Armen nach Afrika“ ging. Sie habe „das Evangelium Christi in Reinform gelebt“.
Alle Tiefschläge und Probleme in ihrem Leben hätten diese beiden Frauen „durch ein meisterhaftes ,Aufstehen‘ überwunden. Ihr Schlüssel war Gott, der Glaube an Jesus Christus und sein Evangelium.“
Jehl schloss seine Ansprache mit einem Zitat von Václav Hável: „Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht“. Diesen Sinn zu erkennen und zu finden, das wünschte der Schulleiter den jungen Frauen.

Die Vorsitzende des Elternbeirats, Bianca Wölzl, bestärkte die Absolventinnen darin, ihre Ziele zu verfolgen; die an der Decker-Realschule vermittelte Bildung sei eine sehr gute Basis dafür. Sie legte aber auch Wert darauf, dass die Familien stets für ihre Töchter da sein würden, wann immer sie Unterstützung bräuchten.

Den musikalischen Rahmen für die feierliche und fröhliche Veranstaltung boten der Unterstufenchor von Gymnasium und Realschule sowie zwei Solistinnen aus der Abschlussklasse R10c, Katharina Irler mit einem stürmischen „Riders in the Storm“ am Klavier und Emma Rott mit einem eleganten und temperamentvollen „Spanischen Tanz“ auf der Querflöte. Den Schluss bildete der gemeinsame Chor aller drei Abschlussklassen mit dem Lied „Wavin‘ Flag“ von Keinan A. Warsame.


(djd-Bericht vom 20.07.2018/rip; Bilder: djd)

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