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EVO-Jahrestagung: Schule als „Ort der Begegnung auf dem Weg“ [zurück zur Übersicht]

VorschauDie „Elternvereinigung an den Gymnasien und Realschulen der Orden und anderer freier katholischer Schulträger in Bayern“ – kurz EVO – hatte ihre Jahresversammlung 2018 an den Dr.-Johanna-Decker-Schulen in Amberg. Im vergangenen Schuljahr waren aus DJD-Realschule und -Gymnasium eine Elternvertreterin in den EVO-Vorstand gewählt worden. Tanja Schleicher, Elterbeiratsvorsitzende des Decker-Gymnasiums, schulterte denn auch mit Unterstützung der anderen Elternbeiräte die Organisation dieses bayernweiten Treffens.

Bereits am Vorabend war die Tagung eröffnet worden durch den Schulleiter der Decker-Schulen, Oberstudiendirektor Günter Jehl und den 1. Vorsitzenden des EVO-Vorstands, Prof. Dr. Ernst Fricke. Der anschließende Vortrag von Prof. Dr. Michaela Gläser-Zikuda, die den Lehrstuhl für Schulpädagogik an der Friedrich-Alexander-Universität Nürnberg innehat, stellte den Stand des Projekts „Erziehungsgemeinschaft an katholischen Schulen“ dar, das sie wissenschaftlich begleitet. Dieses vom Katholischen Schulwerk Bayern initiierte Projekt geht davon aus, dass „das veränderte Familienbild, die zunehmenden Anforderungen und Überforderungen, die sowohl an Familien als auch an Schulen gestellt werden“, dazu herausfordern, in der Erziehungsgemeinschaft von Eltern und Schule neue Wege zu suchen und zu gehen. Es gehe für die Schulen darum, konstruktiv und kreativ „innovative und nachhaltige Veränderungen im Umgang mit Eltern und Schülern“ anzustreben. Der Freitagabend klang aus mit Auftritten der DJD-Tänzerinnen, der DJD-Schulband sowie einem von Heidrun Schötz durchgeführten LifeKinetik-
Workshop.

Die Vorträge am Samstag, nach einem ökumenischen Gottesdienst in der Schulkirche, leitete der Direktor des Katholischen Schulwerks Bayern, Dr. Andreas Hatzung, mit einer kurzen Ansprache ein, in der er Papst Franziskus zitierte. In einer Begründung, warum er die Schule liebe, sagte der Papst 2014: Schule sei „ein Ort der Begegnung auf dem Weg“, sie sei wichtig als Ergänzung zur Familie. Schule und Familie müssten „im gegenseitigen Respekt zusammenarbeiten“.

Mit dieser Anmerkung von höchster katholischer Stelle setzte Dr. Hatzung das Leitmotiv für die beiden folgenden Vorträge. Prof. Dr. Werner Sacher, der laut EVO-Programm „renommierteste Elternarbeitsforscher Bayerns“, bis 2008 Inhaber des Lehrstuhls für Schulpädagogik an der Universität Erlangen-Nürnberg, sprach zum Thema „Elternarbeit konstruktiv wahrnehmen und gestalten“, und er begann mit einer Analyse des Begriffs „Elternarbeit“. Allzuoft, so beklagte er, bestehe die Kooperation zwischen Schulen und Elternschaft darin, dass Eltern eben für die Schule „arbeiteten“, und zwar in dem Sinne, dass sie sich bei Schulfesten und ähnlichen öffentlichen Veranstaltungen für Catering-Aufgaben zur Verfügung stellten. Demgegenüber stellte er klar: „Nur partnerschaftliche Elternarbeit ist wirklich erfolgreich.“

Prof. Sachers klar strukturierter Vortrag stellte dann einige der Sachlagen dar, die solch eine Elternarbeit erschweren – von Zeitmangel bei Eltern und Lehrern über das Fachlehrersystem in der Sekundarstufe bis hin zu unangemessenen Kooperationsvorstellungen der Schulen. Den größten Anteil seiner Ausführungen räumte er schließlich den Bedingungen für ein Gelingen partnerschaftlicher Elternarbeit ein. So sollten die Beteiligten die Zusammenarbeit als Zweckgemeinschaft sehen, mit dem gemeinsamen Ziel, das beste Umfeld für die Entwicklung der Schülerinnen und Schüler zu schaffen. Hierfür seien respektvoller gegenseitiger Umgang, klare Aufgabenverteilung und gegenseitige Unterstützung nötig, ebenso transparenter Informationsaustausch. Eine Partnerschaft in diesem Sinne führe zu einem größeren Erfolg von Erziehung und Bildung.

Der zweite Vortrag war dem Thema „Digitalisierung als Aufgabe für die ganze Schulfamilie“ gewidmet, und der Referent, Andy Schweiger, brachte eine Vielzahl beruflicher Erfahrungen und entsprechendes Hintergrundwissen mit – zur Zeit, nach Stationen bei der Airbus Group und bei Cisco Systems, lautet seine berufliche Position: „Managing Director Cyber Security Services bei TÜV SÜD“. In einem mit anschaulichen Grafiken unterstützten Vortrag machte er überdeutlich, dass die „Digitalisierung“ an sich gar nicht mehr das Thema sei, über das man sich heute unterhalten müsse. Die fortschreitende Umwandlung von analogen Konzepten in digitale sei in vollem Gange und auch nicht mehr aufzuhalten. Das eigentliche Thema sei heute, wie die Transformation der Gesellschaft durch die digitalen Medien, die digitalen Steuerungen (SmartHome), den Verlust der Privatsphäre durch lückenlose Überwachung aussehen werde. Hier sei nicht nur die Schule gefordert, sondern ebenso die Familie: „Heranwachsende müssen lernen, in dieser absolut vernetzten Welt erfolgreich zu (über)leben!“

Schweigers Überzeugung nach sei es höchste Zeit, das digitale Training in Gang zu bringen. Unternehmen, Lehrkräfte und Schüler müssten besser vernetzt werden, damit Synergie-Effekte genutzt werden. Schülerinnen und Schüler müssten mehr zum Transferdenken ermutigt werden, indem sie über Experimente und Entdeckungen zu Erkenntnissen kommen.

Abschließend dankte Prof. Dr. Fricke sowohl den Vortragenden als auch den Elternvertreterinnen und -vertretern aus rund einem Dutzend kirchlichen Schulen aus ganz Bayern für ihre engagierte Teilnahme. Die Mitgliederversammlung im Anschluss an das gemeinsame Mittagessen war nicht öffentlich.

(djd-Bericht vom 04.03.2018/rip; Bilder: djd)

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