Die Dr.-Johanna-Decker-Schulen feiern in diesen Tagen ihr 180-jähriges Gründungsjubiläum, in großer Dankbarkeit ihrer Gründerin, der Seligen M. Theresia von Jesu Gerhardinger, gedenkend.

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Junger Blick auf alte Objekte: Schülerinnen stellen im Stadtmuseum aus [zurück zur Übersicht]

VorschauInsgesamt 125 Schülerinnen aus drei unterschiedlichen Jahrgangsstufen der Dr.-Johanna-Decker-Schulen haben sich zwischen Januar und April dieses Jahres unter einem jeweils anderen Themenschwerpunkt mit dem Amberger Stadtmuseum, seinen Ausstellungsbereichen sowie den mannigfaltigen Exponaten beschäftigt. Entstanden sind vielfältige und kreative Kunstwerke in verschiedenen Techniken.
Oberpfalz TV (OTV) hat einen kurzen Bericht darüber gesendet.

Zu sehen sind die Arbeiten nun vom 03. bis 31. Mai 2018 in der Ausstellung „Museumskunst – inspiriert, studiert, plakatiert“ in der Lounge des Amberger Stadtmuseums. Neben Zeichnungen sind auch dreidimensionale Arbeiten zu sehen.

Bürgermeisterin Netta würdigte in ihrem Grußwort das Engagement aller Beteiligten, angefangen bei den Schülerinnen, die ausdauernd und kreativ an ihren Werken gearbeitet hätten, bis zu den Lehrkräften und der Museumsleiterin, Judith von Rauchbauer M.A., die die Zusammenarbeit ermöglicht und getragen hätten. Konkret lag das Projekt in den Händen der wissenschaftlichen Volontärin im Stadtmuseum Julia Riß M.A. und der Dipl.-Malerin und Grafikerin Veronika Thomann von den Dr.-Johanna-Decker-Schulen.

Bevor die beteiligten Schülerinnen ans Mikrofon traten und darüber informierten, was ihnen an dem Kunstprojekt am meisten gefallen habe, stellte Julia Riß die Zusammenhänge in einer illustrierten Präsentation vor, und zwar anhand der Stichwörter "inpiriert", "studiert" und "plakatiert".

„inspiriert“

Schülerinnen der 5. Klassen gestalteten inspiriert durch die Dauerausstellung ihr eigenes Museum im Schuhkarton. Kennengelernt haben die jungen Teilnehmerinnen die Ausstellung während einer Führung durch das gesamte Stadtmuseum. Große Begeisterung gab es vor allem in der Modeabteilung, welche die Entwicklung der Kleidung von 1800 bis in die Gegenwart aufzeigt. Bei der Umsetzung im Schulunterricht waren kaum Grenzen gesetzt, denn nahezu alle Materialien waren erlaubt. „Sehr motiviert arbeiteten die Schülerinnen“, berichtet Kunstlehrerin Veronika Thomann. Von Papier, Pappe, über Draht, Stoff, bis hin zu Ton war alles dabei, und sogar von Zuhause wurden Materialien mitgebracht.

„studiert“

„Was hat der denn für eine Frisur?“, fragte eine Schülerin der 7. Klasse erstaunt, als sie gemeinsam mit ihren Klassenkameradinnen erstmals die kurfürstliche Galerie in den Blick nahm. Veronika Thomann klärte auf, dass es sich um barocke Porträts handle und derartig hochgesteckte Frisuren bzw. Perücken damals bei Männern Mode waren.
Um den Bildaufbau und die Proportionen besser nachvollziehen zu können, sollten die Porträts zuerst mit Hilfe einer kleinformatigen Bleistiftskizze genauer studiert werden. Danach durfte auf größerem Format mit der Pastellkreide begonnen werden. Die Besonderheit war, dass nicht wie sonst üblich in der Schule gemalt wurde, sondern direkt vor den Objekten. Dabei zeigte sich, wie hilfreich Smartphones im Museum oder dem Kunstunterricht sein können. So wurden u. a. Detailfotografien der Portraits erstellt und auf dem Smartphone vergrößert, um diese anschließend noch besser zeichnen zu können. Aus diesem Grund kam es zu einer Erweiterung der Aufgabenstellung. Die Schülerinnen sollten mit Schnappschüssen die Arbeit an ihren Kunstwerken dokumentieren. Diese sind nun in einer Museogram-Maske (in Anlehnung an den Online-Dienst Instagram) statt einem herkömmlichen Objekttext neben den Porträts zu sehen.

„plakatiert“

Darüber hinaus gestalteten die Schülerinnen der 8. Klasse Plakate in Bezug auf das Stadtmuseum und seine Ausstellungen. Als Anregung dienten vor allem Plakatkünstler des 19. Jahrhunderts wie der Franzose Henri de Toulouse-Lautrec. Ein Ausstellungsbereich erscheint demnach plakatiert.
Zu sehen sind mehr als 60 Arbeiten in unterschiedlichen Techniken. Das Kunstprojekt ist eine Kooperation des Stadtmuseums Amberg mit den Dr.-Johanna-Decker-Schulen.

Die Ausstellung ist vom 03. bis 31. Mai 2018 in der Lounge des Stadtmuseums zu den regulären Museumsöffnungszeiten zu sehen. Der Eintritt in die Lounge-Ausstellung ist frei.

Öffnungszeiten:
Di-Fr: 11-16 Uhr
Sa, So: 11-17 Uhr

Weitere Informationen unter Tel: 09621/10-1284 oder www.stadtmuseum-amberg.de.

(djd-Bericht vom 03.05.2018/rip, unter Verwendung des Pressetexts von Julia Riß, M.A.; Bilder: djd)

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